LG Münster mit Hinweisbeschluss contra Daimler

Das LG Münster hat Daimler mit Hinweisbeschluss vom 21.11.2017 (04 O 68/17) darauf hingewiesen, dass es beabsichtigt Daimler auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB zu verurteilt.

LG Karlsruhe contra Daimler

Das LG Karlsruhe hat Daimler mit Urteil vom 05.06.2018 (18 O 24/18) auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB verurteilt. Daimler muss das vom Mercedes-Abgasskandal betroffene Fahrzeug Zug-um-Zug gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurück nehmen. Die Klagepartei muss sich die gefahrenen Kilometer als Nutzungsentschädigung anrechnen lassen.

LG Itzehoe contra Daimler

Das LG Itzehoe hat Daimler mit Urteil vom 16.10.2018 (7 O 133/18) auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB verurteilt. Daimler muss das vom Mercedes-Abgasskandal betroffene Fahrzeug Zug-um-Zug gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurück nehmen. Die Klagepartei muss sich die gefahrenen Kilometer als Nutzungsentschädigung anrechnen lassen.

LG Hanau contra Daimler

Das LG Hanau hat Daimler mit Urteil vom 07.06.2018 (9 O 76/18) auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB verurteilt. Daimler muss das vom Mercedes-Abgasskandal betroffene Fahrzeug Zug-um-Zug gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurück nehmen. Die Klagepartei muss sich die gefahrenen Kilometer als Nutzungsentschädigung anrechnen lassen. Hierbei ging das LG Hanau bei dem 114 CDI Motor von einer zu erwartenden Gesamtlaufleistung von 250.000 km aus.

Daimler übernimmt Kosten für Hardwarenachrüstungen

Daimler ist dazu bereit, Mercedes-Benz-Kunden in „Schwerpunktregionen“ mit einem Maximalbetrag von bis 3.000 € beim Kauf einer Hardware-Nachrüstung eines Drittanbieters zu unterstützen“. Dies teilte der Konzern am heutigen Donnerstag (8.11.2018) nach einem Spitzentreffen mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit.  Unter „Schwerpunktregionen“ sind die Städte zu verstehen, die von schlechter Luft besonders belastet sind, also die, wo per Urteile Fahrverbote verhängt wurden.

Voraussetzung ist, dass die Nachrüstung vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zertifiziert und zugelassen wird und nachweislich dazu berechtigen, in bestimmten Städten auch in Straßen mit Fahrverboten einzufahren.

Mit diesem Schritt geht der Konzern im Streit um die Finanzierung von Hardware-Nachrüstungen bei älteren Diesel-Fahrzeugen auf die Bundesregierung zu.

Welche Daimler Modelle sind vom Mercedes-Abgasskandal betroffen

Am 12.7.2018 hatten wir bereits eine vorläufige Übersicht über die vom Mercedes-Abgasskandal betroffenen Modelle gegeben. Nun sind durch die Test und Prüfungen des Kraftfahrt-Bundesamtes Rückrufe angeordnet worden und neue Modelle benannt worden.

Konkret geht es um folgende Modelle und Motorvarianten:

Vito:

1,6-Liter-Diesel (OM 622) und 2,2-Liter Diesel (OM 651)

C-Klasse:

1,6-Liter-Diesel (OM 626), C 180 d/C 200 d bzw. C 180 BlueTEC/ C 200 BlueTEC (08/2014 bis 05/2018 ) sowie C 220 d/C 250 d bzw. C 220 BlueTEC, C 250 BlueTEC, 12/2013 bis 05/2018

ML:

3,0-Liter-Diesel (OM 642), ML 250 BlueTEC

GLE:

3,0-Liter-Diesel (OM 642)

GL:

3,0-Liter-Diesel (OM 642)

GLS:

3,0-Liter-Diesel (OM 642)

V-Klasse:

2,2-Liter-Diesel (OM 651)

GLC:

2,2-Liter-Diesel (OM 651), GLC 220 d und GLC 250 d

E-Klasse:

E 350 BlueTEC / E 350 d (nur Coupé, C207), 02/2013 bis 12/2016

Daimler spricht davon, dass sich der Rückruf „überwiegend“ auf diese Modelle beziehe. Darüber hinaus sollen weitere einzelne Modellvarianten betroffen sein. Bereits im Juni hatte die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ die Modelle G 350d, E 350 CDI und S 300 h genannt. Der Spiegel berichtete kürzlich zudem, dass auch der C 300 h betroffen sei, ebenso der CLS und der Roadster SLK. Daimler wollte diese Angaben auf Nachfrage nicht bestätigen. Eine vollständige Liste der vom Rückruf betroffenen Modelle steht derzeit noch aus. Auch beim Kraftfahrt-Bundesamt ist diese zur Zeit noch nicht einsehbar. Es ist davon auszugehen, dass die Liste der vom Mercedes-Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge noch länger werden wird.

Massenrückruf bei Daimler

Nach Monaten des Abwartens ist es nun offiziell, Daimler muss hundertausende von Fahrzeugen wegen Abgasmanipulationen zurückrufen!

Wie der Spiegel berichtet, ziehen sich die Abgasmanipulationen durch fast alle Klassen und Typen. Manche davon werden sogar immer noch verkauft. Das Kraftfahrt-Bundesamt  hat für 24 Modelle einen amtlichen Rückruf angeordnet. Dabei müssen mit einem Software-Update die unzulässigen Abschalteinrichtungen entfernt werden, welche dafür sorgen, dass die Fahrzeuge während der Fahrt einen höheren Stickoxid-Ausstoß haben, als im Labor.

Bei der C-Klasse geht es sowohl um das kleinste Diesel-Modell mit Renault-Motor als auch um den C300 Hybrid, der mit einem Mercedes-Motor angetrieben wird.

In der E-Klasse sind diverse Modelle, darunter auch aus der aktuellen Baureihe, mit Unregelmäßigkeiten aufgefallen.

In der luxuriösen S-Klasse fiel sogar die als besonders umweltfreundlich beworbene Variante mit Hybrid-Motor negativ auf.

Dazu kommen diverse Modelle des Geländewagenklassikers, der G-Klasse (G-Modell).

Auch die weiteren Geländewagen bzw. SUV, wie ML, GLE und GLC sind betroffen.

Das Sportcoupé CLS ist ebenfalls betroffen.

Der Roadster SLK wurde auch manipuliert.

Im Transporter-Segment ruft Daimler den Vito, die V-Klasse und den Sprinter in die Werkstätten.

Insgesamt sind ca. 700.000 Autos in Europa betroffen, davon etwa 280.000 in Deutschland.

Sollten auch Sie von dem Mercedes-Abgasskandal betroffen sein, kontaktieren Sie uns. Die erste telefonische Beratung bieten wir Ihnen kostenlos.

Hier können Sie den Wert Ihres vom Mercedes-Abgasskandal betroffenen Daimlers ganz einfach und schnell errechnen:

Vorläufige Übersicht der betroffenen Modelle

Das Kraftfahrtbundesamt hat seine Prüfungen der Mercedesmodelle bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Den bisherigen Ermittlungsstand bzgl. entdeckter unzulässiger Abschalteinrichtungen möchten wir hier übersichtlich zusammenfassen. In den nachstehenden Modellen konnten unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden werden, so dass diese Modelle vom Mercedes Abgasskandal betroffen sind:

Modell                                 Motortyp            Produktionszeitraum

Vito 1.6 Diesel                    OM622                 6/2015 – 6/2018

Vito 2.2 Diesel                    OM651                 9/2014 – 9/2016

C 180d                                OM626                 8/2014 – 5/2018

C 200d                                OM626                 8/2014 – 5/2018

C 180 BlueTEC                   OM626                 8/2014 – 5/2018

C 200 BlueTEC                   OM626                 8/2014 – 5/2018

C 220d                                OM651                 12/2013 – 5/2018

C 250d                                OM651                 12/2013 – 5/2018

C 220 BlueTEC                   OM651                 12/2013 – 5/2018

C 250 BlueTEC                   OM651                 12/2013 – 5/2018

GLC 220d                            OM651                 6/2015 – 6/2018

GLC 250d                            OM651                 6/2015 – 6/2018

G 350d                                OM642                 9/2015 – 12/2015

S 300 BlueTEC Hybrid        OM651                 12/2013 – 9/2016

S 300 Hybrid                        OM651                 12/2013 – 9/2016

ML 250 BlueTEC                 OM651                 8/2011 – 6/2015

E 350 BlueTEC                    OM642                 2/2013 – 12/2016

E 350d                                  OM642                 2/2013 – 12/2016

Sollten auch Sie vom Mercedes Abgasskandal betroffen sein und wollen Ihre Rechte wahren, dann kontaktieren Sie uns.

Den Rückkaufwert Ihres Mercedes kalkulieren Sie hier:

Vertrieb von LKW eingestellt

Daimler hat wegen auffälliger Abgas-Messwerte den Vertrieb eines Sechszylinder-Lkw-Motors vorläufig gestoppt. In einzelnen Betriebssituationen sei bei internen Kontrollen der Grenzwert für Stickoxid überschritten worden.

Ein Sprecher des Konzern erläuterte, dass es in den Diskussionen mit dem KBA um eine technische Funktion des Fahrzeug-Diagnosesystems gehe, welches die Abgasreinigung im Fahrbetrieb überwacht und den Fahrer über mögliche Fehlfunktionen informiert. Es gehe nicht um eine Software, die die Abgasnachbehandlung abschalte, betonte der Sprecher.

Mercedes mit Auslieferungsstopp von Dieselfahrzeugen

Der Autohersteller Daimler hat für mehrere Dieselmodelle einen Auslieferungsstopp bestimmt. „Nach einer ersten Einschätzung beträgt die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland einige Hundert Fahrzeuge“, sagte ein Daimler-Sprecher. Nach Informationen der Funke Mediengruppe sind Fahrzeuge der A-, B- und C-Klasse mit Vier-Zylinder-Motoren betroffen, die bis Ende Mai produziert wurden.

Am Freitagnachmittag wurde der Auslieferungsstopp an alle Mercedes-Benz-Händler als Mitteilung verschickt. Darin wurde wie folgt angeordnet: „Wir untersagen Ihnen, die betroffenen Fahrzeuge zuzulassen oder an Kunden auszuliefern, bis eine entsprechende Abhilfe in den Servicebetrieben verfügbar und an den Fahrzeugen umgesetzt ist.“

Begründet wird die gestoppte Auslieferung mit einer „möglichst schnellen und effektiven Verbesserung der Emissionen im realen Fahrbetrieb“. Zuerst müsse ein Software-Update durchgeführt werden, heißt es weiter in der Mitteilung.

Konkret betrifft der Auslieferungsstopp ein Modell der C-Klasse, in das ein Vier-Zylinder-Diesel mit 1,6 Liter Hubraum eingebaut ist. Ebenfalls betroffen ist ein Motor mit der Bezeichnung OM651. Er ist in den Modellen CLA, GLA, GLE sowie der A- und B-Klasse verbaut. Außerdem geht es um einen Sechs-Zylinder-Diesel, der in der G-Klasse verbaut wird.

Interessant daran ist, dass es sich hierbei um Fahrzeuge nach der Abgasnorm 6b handelt. Sollte hier etwa auch bei den Genehmigungen geschummelt worden sein?